Das Thema Schnuller wurde bei uns ganz heiß diskutiert. Ich war prinzipiell dagegen, meine Frau hatte kein Problem damit, den Schnuller ab und an zu geben.

Grundsätzlich finde ich, dass Babys nicht unbedingt einen Schnuller brauchen.
Contra:

  • die sogenannten Beruhigungssauger werden meist aus Bequemlichkeit zum Ruhigstellen eingesetzt
  • viele Schnuller sind aus Kunststoffen – Chemikalien können sich lösen und vom Baby aufgenommen werden – Bisphenol – A (BPA) ist hier ein vielgenanntes Stichwort
  • das Material kann brechen und Teile davon vom Baby verschluckt werden
  • es kann zur sogenannten Saugverwirrung kommen – die Nutzung eines Schnullers kann das Stillen beeinträchtigen

Pro:

  • Babys haben viel weniger Stress, wenn sie sich schnell beruhigen können
  • die Wahrscheinlichkeit, dass das Kind später am Daumen nuckelt und somit ggf. eine schlechte Zahnstellung begünstigt, wird mit der Gabe eines Schnullers wesentlich geringer
  • Schnuller können die Verzahnung und Kieferausbildung nicht stören

 

Wie immer ist natürlich ein Kompromiss die beste Wahl. So hat sich bei uns meine Frau durchgesetzt. Wir geben den Schnuller nur ganz selten und nur im „Notfall“. Ich würde sagen, dass unsere Kleine höchsten 2-3 mal die Woche ihren Schnuller für wenige Minuten bekommt. Circa ab dem 3. Lebensmonat beginnen Babys die Welt zu erkunden, indem sie an vertrauten Objekten saugen. Unsere Prinzessin nuckelt gerne ab und an an ihrer Faust.

Grundsätzlich sollte vor der Gabe des Schnullers sichergestellt sein, dass die Unruhe nicht auf anderen Ursachen wie z. B. einer nasse Windel, Hunger oder einem Spielbedürfnis beruht. Den Schnuller nicht beim Spielen im Mund belassen und den Schnuller nach dem Einschlafen entfernen. Wir nutzen den Schnuller nie zum Einschlafen. Ich bin der Meinung, da kann man sich auch anderweitig bemühen und z. B. ein Ritual etablieren.

Jetzt müssen nur noch folgende Fragen entschieden werden:

  • welches Material
  • welche Größe
  • welche Schildform
  • welche Saugform
Beruhigungssauger GOLDI aus Naturkautschuk und NUK aus Silikon

Beruhigungssauger GOLDI aus Naturkautschuk und NUK aus Silikon

Wir haben mit einem ganz normalen Sauger von NUK aus Silikon angefangen. Eben so ein typisches Geschenk, welches man zur Geburt des Babys bekommt. Es gibt Sauger aus Silikon, Latex und Naturkautschuk (auch ein Mix ist möglich – Kunststoffschild mit Naturkautschuksauger). Die Größe muss man ausprobieren (Schnuller sind ja nicht so teuer). Die Hersteller-Größenangaben nach Lebensmonaten sind in der Regel passend. Das harte Kunststoffschild beim NUK hat mich immer gestört. Unser neuer GOLDI aus Naturkautschuk hat ein weiches und flexibles Schild und ist aus einem Guss (zugfeste Verbindung). Starre, gebogene Schilde können die Funktion der Gesichtsmuskulatur um den Mund herum beeinträchtigen. Die Form des Saugers hat ggf. Einfluss auf die Stellung der Zunge im Mund. Wir haben uns für die gleichförmig, flache Form entschieden und wechseln später ggf. auf die sogenannte Kirschform. Der GOLDI ist frei von Chemie, flexibel und weich. Wie bei allen anderen Schnullern, besitzt auch der GOLDI Löcher im Schild, die ein Festsaugen verhindern und Hautirritationen durch Speichel entgegenwirken.

Was oft in Foren angesprochen wird, ist das große runde Schild des GOLDI. Richtig ist, dass das Schild beim GOLDI nicht ausgeschnitten ist. Der des GOLDI misst 5cm in der Höhe, der des NUK nur 3,5cm (Unterseite bis Oberseite Aussparung). Ein Problem konnten wir bislang nicht feststellen.

Grober Unfug ist natürlich, einen Schnuller ausschließlich nach der Optik zu wählen.


1 Kommentar

Sophie wohnt jetzt auch bei uns – My Daddy Way · 2. April 2018 um 11:08

[…] Bei der Giraffe Sophie handelt es sich um ein seit Jahrzehnten beliebtes „Konditionierungsspielzeug“ des französischen Herstellers VULLI®. Die Nutzung sowie Hintergründe, Vor- und Nachteile sind ähnlich denen eines Schnullers. […]

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